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 Ersatzteilkatalog
 Wichtig
Die fettgedruckten Bezugsnummern dieses Abschnitts weisen auf Bestandteile hin, die nicht in den neben dem Text stehenden Abbildungen, sondern in der vorliegenden Explosionszeichnung dargestellt werden.
Beschreibung des Diagnoseinstruments
Das Diagnosesystem „DDS“ gestattet die Diagnose der Einspritz-Zündanlage über seriellen Anschluss. Das System beinhaltet außerdem Testfunktionen für die verschiedenen Vorrichtungen, mit denen das Motorrad ausgestattet ist. Es können Strom- und Spannungswerte an allen elektrischen Vorrichtungen gemessen, Tests an einzelnen Komponenten ausgeführt und Drücke sowie Temperaturen bestimmt werden.
Das Diagnoseinstrument DDS (1) besteht aus einem Handheld (A), einem Eigendiagnosemodul BBAD (B) und einer Display-Memory-Card (C).
Der Handheld (A) mit Touchscreen weist zur Dateneingabe einen digitalen Stift auf, der in einer seitlich am Handheld angebrachten Bohrung aufgenommen wird.
Das Eigendiagnosemodul (B) sorgt für die Kommunikation zwischen DDS (1) und Steuergerät des Motorrads.
Die Anwendersoftware befindet sich in der Memory-Card (C) des Handhelds (A).
Das Diagnosegerät verfügt über 2 Anschlussleisten: eine auf der oberen und eine auf der unteren Seite des Handhelds.
Die obere Anschlussleiste beinhaltet 6 Ports für folgende Funktionen:
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Die untere Anschlussleiste beinhaltet 3 Ports für folgende Funktionen:
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Zum Ausdrucken der Testberichte kann ein Drucker an das DDS (1) angeschlossen werden: hierfür den seriellen Kommunikationsport (COM1) (F) auf der oberen Anschlussleiste des Handhelds (1) verwenden.
Technische Daten
Versorgung:
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Lieferumfang des Diagnoseinstruments DDS
Lieferumfang des Diagnoseinstruments DDS (1):
Ladbarer DDS Akku
Ladegerät
Netzteil
USB Memory-Card-Leser
Versorgungs- und Diagnosekabel mit Sicherung
CD für DDS Softwareinstallation PC-Version
USB-Kabel
Sensor für Riemenspannung
Versorgung des Diagnoseinstruments
Das Diagnoseinstrument DDS (1) kann folgendermaßen versorgt werden:
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vom Akku des Geräts: der Akku (P) befindet sich im oberen Fach des Instruments. Für den Gebrauch des Instruments (1) mit Akku und für das Laden des Akkus siehe die im Lieferumfang des DDS Handhelds enthaltene „Betriebsanleitung“.
Den Handheld mit Taste (Q) einschalten.
Motorradanschluss
Das Gerät erfordert eine Anschlussspannung zwischen 9 und 16 Volt DC.
Beim Einsatz darauf achten, dass die Versorgungsspannung niemals unter den Mindestwert abfällt. Diese Möglichkeit besteht allerdings beim Anlass sowie im Standgas von Motorrädern mit einer nicht mehr voll funktionstüchtigen Batterie. Sollte die Versorgungsspannung des Instruments unter 9 Volt sinken, so werden die ablaufenden Verfahren gelöscht. Diese müssen dann bei Wiederherstellung der vorgeschriebenen Spannungswerte neu eingegeben werden.
 
Das Diagnoseinstrument DDS (1) kann folgendermaßen vom Motorrad aus versorgt werden:
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durch Verbinden des Versorgungs- und Diagnosekabels (2) mit dem Diagnoseanschluss (N) des Instruments, dann an den Kabelstecker (R) den Adapter für Batterieanschluss (8) und diesen dann an die Batterie des Motorrads anschließen
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DDS Diagnoseinstrument
„DDS“ unterstützt folgende Funktionen:
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Aktive Diagnose Einschaltung der Transmitter im Zünd- und Einspritzsystem zum Nachweis der Funktion und des Steuersignals (Kraftstoffpumpe, Zündspulen, Drehzahlmesser, Einspritzventile usw.). Von dieser Funktion aus kann ebenfalls die Softwareeinstellung des CO-Gehalts und die Eingabe des Sicherheitscodes zum Entsperren der Wegfahrsperre vorgenommen werden.
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Road test Hiermit können die Betriebsparameter des Motors in einem vorab ausgewählten Drehzahlbereich gespeichert werden. Diese Parameter lassen sich nachträglich analysieren und nach ihrer Akquisition anzeigen.
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Durch Anschließen spezieller Fühler an das DDS Diagnoseinstrument besteht die Möglichkeit, elektrische Spannungs- und Stromwerte, Temperaturen, die Spannung der Zahnriemen und Drücke (zum Beispiel in der Schmier- und Kraftstoffanlage) auszulesen.
Kontrolle und Einstellung der Zahnriemenspannung
 Hinweis
Die im Diagnoseverfahren verwendeten Symbole sind in einer Tabelle am Ende dieses Abschnitts zusammengefasst.
 Hinweis
Erfolgt dieser Arbeitsschritt unter Anwendung des DDS, hat dies den Vorteil, dass er an beiden Riemen gleichzeitig und bei noch am Rahmen montiertem Motor ausgeführt werden kann. An das DDS wird ein optischer Taster angeschlossen. Mit der grünen Led kann der Taster korrekt vor dem Zahnriemen ausgerichtet werden. Er ist darüber hinaus mit einem Geber (A) und einem Infrarot-Empfänger (B) ausgestattet, um die Schwingungen des mit einem Finger angetippten Zahnriemens zu messen.
 
Die Zündkerzen entfernen.
Die Kurbelwelle so ausrichten, dass sich der Kolben im waagrechten Zylinder am OT der Zündphase befindet.
Hierzu das Phasenzeichen (C) der Riemenscheibe (19) des Steuervorgeleges mit der Bezugskerbe (D) am Kupplungsdeckel (20) fluchten.
Die Messung am Abschnitt (21) des waagrechten Riemens nach den Angaben im Absatz „Spannungswerte der Steuerriemen messen“ vornehmen.
Die Kurbelwelle in der Drehrichtung des Motors um 270° auf den OT im Verbrennungstakt des senkrechten Zylinders bringen und den beim waagrechten Zylinder durchgeführten Vorgang wiederholen, hierbei die Spannung am Abschnitt (22) des senkrechten Riemens messen.
Den Sensor für Riemenspannung und das DDS Diagnoseinstrument vom Motorrad trennen.
 
Spannungswerte der Steuerriemen messen
Das DDS Instrument (1) nach Angaben im Absatz „Versorgung des Diagnoseinstruments“ einschalten.
Das Versorgungs- und Diagnosekabel (Messmodul) (3) an den Port des Messmoduls (E) am DDS Instrument (1) anschließen.
Den Sensor für Riemenspannung (15) an den Stecker (T) des Versorgungs- und Diagnosekabels (Messmodul) (3) anschließen.
Den Haltebügel des Sensors für Riemenspannung (15) mit der Befestigungsschraube (23) der Riemenabdeckung festmachen.
Die mittlere grüne Led des Sensors (15) auf die Mitte des Riemenabschnitts richten, dabei den Sensor (15) mit dem Riemen auf eine Achse und auf einen Abstand von ungefähr 1÷1,5 cm bringen.
Am DDS Instrument (1) die Funktion „Messmodul“ durch Andrücken des Symbols „Messmodul“ aufrufen; das Symbol „Riemenspannung“ und anschließend das Symbol „Start“ drücken, um die Bildschirmseite „Mechanische Riemenspannung“ einzublenden.
Auf der Seite deutet ein Großbuchstabe auf den jeweils anzuwendenden Kabelanschluss (Messmodul) (3) hin: A, B oder C.
Den Riemen nun leicht mit einem Finger antippen und am DDS den entsprechenden Spannungswert (Hz) ablesen.
 Hinweis
Den Riemen nicht mehrmals hintereinander antippen, da das DDS mindestens 1 Sekunde benötigt, um den Wert zu erfassen.
 
Die vorgeschriebenen Spannungswerte sind in Abschn. C 1.1, Ventilsteuerung/Ventile angegeben und bei kaltem Motor zu überprüfen: die Montagewerte müssen bei Einbau eines neuen Riemens verwendet werden, die Nennwerte gelten bei Erreichen einer Riemenspannung von 70 Hz.
 Achtung
Infolge der normalen Einlauferscheinung könnte der Spannungswert der Zahnriemen abnehmen. Wird bei Überprüfung der Riemenspannung ein Wert unter 70 Hz abgelesen, müssen die Riemen auf ihren vorgeschriebenen Einstellwert (Abschn. C 1.1, Ventilsteuerung/Ventile) gespannt werden.
 
Sollte der Spannungswert nicht korrekt sein, muss der Riemen durch die Befestigungsschrauben (25) der Spannrollen gespannt oder gelockert werden.
Die Spannrolle (24) zum Spannen des Riemens von Hand anheben, die Spannrolle (24) zum Lockern des Riemens dagegen senken.
Erneut die Spannung des Zahnriemens messen.
Diesen Arbeitsschritt solange wiederholen, bis der vorgeschriebene Spannungswert erreicht wird.
Nach Einstellen des korrekten Spannungswerts die Schrauben (25) mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment festziehen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor).
Selbstadaptation des Drosselklappenpotentiometers (TPS)
Das am Drosselklappenkörper montierte Drosselklappenpotentiometer mit linearer Kennlinie bietet keine Einstellmöglichkeit. Es st daher erforderlich, dass das Steuergerät den der Nullposition des Potentiometers entsprechenden Winkel durch folgendes Verfahren erlernt.
 Achtung
Dieser Vorgang ist vor dem erstmaligen Anlassen des Motorrads nach Austausch des Drosselklappenkörpers, des Potentiometers bzw. des Steuergeräts auszuführen.
 
Die Sitzbank abnehmen (Abschn. E 3, Ausbau der Sitzbank).
Die Gasdrosseln müssen sich hierbei bündig auf der Hubendschraube befinden (Gassteuerung ganz geschlossen).
In dieser Position wird nun vom Steuergerät der Potentiometerwinkel erlernt. Zu diesem Vorgang wird das DDS Diagnoseinstrument folgendermaßen angewendet.
Das DDS Instrument (1) nach Angaben im Absatz „Versorgung des Diagnoseinstruments“ einschalten.
Das Versorgungs- und Diagnosekabel (2) an den Diagnoseanschluss (A) des DDS und den Diagnosestecker (B) des Motorrads anschließen.
Das Menü allgemeine Funktionen mit Symbol „Menütaste 1“ (A) aufrufen.
Das Symbol „Fahrzeugauswahl“ drücken und auf der nächsten Seite das Symbol „Motorradauswahl“. Hier nun das Modell wählen und bestätigen, daraufhin die Version wählen und abermals übernehmen.
Durch Drücken des Symbols „Auswahl Motorradsysteme“ erscheinen am Display des Handhelds die am jeweils ausgewählten Motorrad testbaren Systeme.
Die Option „Motorelektronik“ wählen und mit dem Symbol „Ok“ (C) übernehmen. Danach die Funktion Eigendiagnose mit dem Symbol „Eigendiagnose“ aufrufen.
Das DDS Instrument startet nun eine Abfrage des Steuergeräts und zeigt die getesteten Elemente mitsamt Werten an.
 Hinweis
Die Anschlüsse müssen bei Zündschlüssel auf OFF hergestellt werden.
 
Zum Einblenden der Spezialparameter das Symbol „Einstellungen“ drücken.
Die Option „Selbstadaptation“ auswählen und das Symbol „Einstellungen ausführen“ drücken.
Nach Abschluss des Vorgangs erscheint die Meldung „Vorgang erfolgreich?“, die durch Drücken des Symbols „Ok“ (C) quittiert wird.
Etwaige Probleme beim Durchführen des Vorgangs werden anhand entsprechender Meldungen mit Angabe der aufgetretenen Fehler angezeigt: Jede einzelne Meldung muss mit dem Symbol „Ok“ (C) oder dem Symbol „Beenden“ (D) übernommen bzw. verworfen werden.
Nach dem Löschen ist also das Steuergerät auf den Drosselklappenkörper des Motorrads abgestimmt. Bei jedem Austausch von Drosselklappenkörper, Drosselklappenpotentiometer bzw. Steuergerät muss demnach ein neuer Löschvorgang ausgeführt werden.
Die Sitzbank montieren (Abschn. E 3, Einbau der Sitzbank).
 
Standgaseinstellung
 Hinweis
Das Motorrad muss mit elektronischem Steuergerät sowie Ansaug- und Auspuffsystem in Originalausrüstung bestückt sein, andernfalls unbedingt die Originalteile einbauen.
Verfahren
Die Enden des Abgastesters 88713.1010 über die Anschlüsse (19) an die Stutzen der Auspuffrohre anschließen.
Das DDS anschließen und das Motorrad HYPERMOTARD 796 auswählen.
Die Laufrolle des Drosselklappenkörpers muss sich hierbei bündig auf der Hubendschraube befinden (Gassteuerung ganz geschlossen).
Am Gaszug muss das vorschriftsmäßige Spiel vorliegen.
Überprüfen:
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Den Motor anlassen und solange warten, bis die Motortemperatur 100 °C erreicht hat.
Wird die Motortemperatur von 100 °C gemessen, mit den nachfolgenden Einstellungen beginnen.
Die Stangasdrehzahl muss 1250±1350 U/min betragen (1300±50):
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solle die Leerlaufdrehzahl unter oder über den vorgenannten Werten liegen, die Bypass-Schrauben (20) beider Zylinder um
1/4 Drehung öffnen bzw. schließen und nach Einstellen der richtigen Drehzahl überprüfen, ob der CO-Gehalt beider Zylindereinheiten zwischen 0,4 und 1,4% liegt.
Sollte die Standgaseinstellung fehlschlagen, fallen folgende Eingriffe an:
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 Achtung
Bei einem Motorstopp vor Einstellung des CO-Gehalts drei Minuten nach dem Anlassen auf das Ende der Anreicherungsphase und die Einschaltung der Lambda-Sonden warten.
 
Bei zu hoher Standgasdrehzahl und Fehlschlagen der Einstellung über die Bypass-Schrauben die Dichtwirkung Unter-Drossel sicherstellen und kontrollieren, ob ggf. Risse oder Einschnitte an den Ansaugkrümmern vorliegen und diese vorschriftsmäßig am Motor befestigt sind, außerdem Leitungen des Drucksensors usw. auf Schnitte überprüfen.
 Achtung
Dem Unter-Drossel Unterdruckausgleich wird die Standgaseinstellung vorgezogen, mit anderen Worten werden insoweit unterschiedliche Unterdruckwerte zwischen waagrechtem und senkrechtem Zylinder in Kauf genommen, als die Standgaseinstellung vorschriftsmäßig erfolgt ist.
 
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Unter-Drossel Unterdruckausgleich
Das Kabel des Messmoduls (3) an den Port des Messmoduls am DDS anschließen, siehe Abschnitt „Beschreibung des Diagnoseinstruments“.
An die Verbinder (A) und (C) des Kabels (3) dieUnterdruck-/Druckleitungen (6) anschließen, an letztere die Anschlüsse (7).
Das DDS Instrument nach Angaben im Absatz „Versorgung des Diagnoseinstruments“ einschalten. Die Funktion „Messmodul“ aufrufen. Das Symbol „Zylinder synchronisieren“ drücken.
Auf der Seite deutet ein Großbuchstabe auf den jeweils anzuwendenden Kabelanschluss (Messmodul) (3) hin: A, B oder C.
Die Schrauben (21) an den Ansaugkrümmern abnehmen und die Anschlüsse (7) in den Sitz der abgenommenen Schrauben installieren.
Beide Bypass-Schrauben (20) von ganz geschlossen um 1 Drehung öffnen.
 
 Achtung
Das Symbol „Reset“ (G) drücken, dann die Sensoren (4) und (5) an die Verbinder (A) und (C) des Kabels (3) und an die Unterdruck‑/Druckleitungen (6) anschließen.
 
Das Symbol „Start“ drücken und somit die Messung des Zylinderdrucks einleiten.
Die Anzeige (E) auf der Seite leuchtet bei aktiver Funktion rot auf.
Das Motorrad starten.
Für die Wertanzeige sind zwei Displaymodi implementiert: ein numerischer und ein grafischer Modus, die jeweils durch Drücken des Symbols „Wertanzeige“ (F) ausgewählt werden können. Die Werte können durch Drücken des Symbols „Reset“ (G) gelöscht werden.
Zur Änderung des Ausgleichs (eine Toleranz zwischen 260 und 270 berücksichtigen) die Bypass-Schrauben (20) verdrehen, bis sich im grafischen Modus die Linien des Graphs überlagern bzw. bis im numerischen Modus identische Zahlenwerte vorliegen.
Es liegt ein ausgeglichener Zustand vor, wenn sich die beiden Linien des Graphs in einem engen Winkel schneiden bzw. wenn die angegebenen Werte im Toleranzbereich liegen.
Kontrolle des Motoröldrucks
Für die Druckmessung im Schmiersystem wird der Anschluss des Motoröldrucksensors (19) folgendermaßen genutzt:
Den Anschluss (A) des Druckschalters (19) trennen und den Druckschalter ausbauen, dabei auf die Dichtung achten.
Den Anschluss (9) mit den zwei Kupferdichtungen (20) in den Anschlussblock der Leitung (12) einschrauben. Den Anschluss (9) der Leitung (12) in die Gewindebohrung (M10x1 mm) des rechten Deckels bündig eindrehen. Den Druckschalter (19) mit seiner Dichtung auf den Anschluss (9) montieren und dann wieder an den Stecker (A) der elektrischen Anlage anschließen.
Den Drucksensor (5) an die Leitung (12) anschließen, um das Drucksignal in ein elektrisches Signal umzuwandeln.
Das DDS Instrument (1) nach Angaben im Absatz „Versorgung des Diagnoseinstruments“ einschalten.
Das Versorgungs- und Diagnosekabel (Messmodul) (3) an den Port des Messmoduls (B) am DDS Instrument (1) anschließen.
Den Drucksensor (5) an den Stecker (A) bzw. (C) des Kabels (3) anschließen.
Am DDS Instrument (1) die Funktion „Messmodul“ durch Andrücken des Symbols „Messmodul“ aufrufen; das Symbol „Druckmessung“ (D) und anschließend das Symbol „Start“ (E) drücken.
Auf der Seite deutet ein Großbuchstabe auf den jeweils anzuwendenden Kabelanschluss (Messmodul) (3) hin: A, B oder C.
Das Motorrad starten.
Für die Wertanzeige sind drei Displaymodi implementiert: ein numerischer und zwei grafische Modi, die jeweils durch Drücken des Symbols „Wertanzeige“ ausgewählt werden können.
Der Messwert wird neben dem Buchstaben (A) bzw. (C) zur Identifizierung des entsprechenden Messkabels angegeben: bei Verwendung von Anschluss (A) des Kabels (3) erscheint der Messwert auf der Seite also neben dem Buchstaben (A).
Öldruck-Kontrollwerte:
Warmer Motor
(Öltemperatur mindestens = 80 °C)
1100÷1300 U/min
über 0,8 bar
3500÷4000 U/min
über 4 bar
 Wichtig
Der maximale Druck darf keinesfalls 6,0 bar übersteigen.
 
Ein zu hoher Öldruck kann durch ein verklemmtes Überdruckventil verursacht werden, Ein zu niedriger Öldruck hingegen durch ein in geöffneter Stellung blockiertes Überdruckventil, durch eine zu weiche Feder oder eine defekte Pumpe. Als weitere Ursache kommt ein übermäßiger Verschleiß der Dichtringe oder des Motors selbst in Frage.
Die Teile des Druckmesskits entfernen, dann den Druckschalter (19) mit seiner Dichtung erneut montieren. Auf das vorgeschriebene Anzugsmoment festziehen (Abschn. C 3, Anzugsmomente - Motor).
Den Anschluss (A) der elektrischen Anlage mit dem Druckschalter verbinden.
Das DDS Diagnoseinstrument abnehmen.
Kontrolle der Zylinderkompression
 Hinweis
Die im Diagnoseverfahren verwendeten Symbole sind in einer Tabelle am Ende dieses Abschnitts zusammengefasst.
 
Die Leistung des Motors ist direkt vom Druckwert abhängig, der in den jeweiligen Verbrennungsräumen der beiden Zylinder gemessen werden kann.
Ein übermäßiger bzw. zu niedriger Druck sowie eine erhebliche Wertdifferenz zwischen den beiden Zylindern führen immer zu einem Leistungsabfall und können zur Ursache für Motorschäden werden.
Für diese Kontrolle ein geeignetes Messinstrument mit Adapter zum Anschluss im Sitz der Zündkerze verwenden.
Den Motor mindestens zehn Minuten lang warm laufen lassen.
Die Drosselklappen vollständig öffnen.
Die Zündkerzenkabel (F) abziehen.
Die Zündkerzen entfernen.
In den Sitz der Zündkerze das Kabel für die Zylinderkompression (11) schrauben.
Den Drucksensor (5) an das Kabel (11) anschließen.
Das DDS Instrument (1) nach Angaben im Absatz „Versorgung des Diagnoseinstruments“ einschalten.
Das Versorgungs- und Diagnosekabel (Messmodul) (3) an den Port des Messmoduls (B) am DDS Instrument (1) anschließen.
Den Drucksensor (5) an den Stecker (A) bzw. (C) des Kabels (3) anschließen.
 Hinweis
Den Wert jeweils nur an einem Zylinder messen.
Am DDS Instrument (1) die Funktion „Messmodul“ durch Andrücken des Symbols „Messmodul“ aufrufen; das Symbol „Zylinderkompression“ (D) und anschließend das Symbol „Start“ (E) drücken.
Auf der Seite deutet ein Großbuchstabe auf den jeweils anzuwendenden Kabelanschluss (Messmodul) (3) hin: A, B oder C.
 
Den Motor solange über den Anlasser laufen lassen, bis der Druck nicht weiter ansteigt.
Nun den Druck in jedem Zylinder messen.
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Standardwert:
11÷12 bar
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Ein zu hoher Druckwert kann folgende Ursachen haben:
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Ein zu niedriger Druckwert kann folgende Ursachen haben:
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Die Zündkerzen wieder einbauen und die Kabel Spule-Kerze (F) im jeweiligen Sitz befestigen.
Kontrolle des Kraftstoffdrucks
 Hinweis
Die im Diagnoseverfahren verwendeten Symbole sind in einer Tabelle am Ende dieses Abschnitts zusammengefasst.
 
Zum Drucktest die Kraftstoffdruckleitung (17) verwenden.
Den Kraftstoffschlauch (D) auf der linken Flanschseite durch Lösen der Schelle (E) abnehmen.
Ein Ende (F) des Druckschlauchs (17) an das Flanschende (G) und das andere an den Stutzen (E) anschließen: es wird somit ein Druckmessanschluss (H) hergestellt.
Den Drucksensor (5) mit dem Anschluss (H) der Leitung (17) verbinden, um das Drucksignal in ein elektrisches Signal umzuwandeln.
Das DDS Instrument (1) nach Angaben im Absatz „Versorgung des Diagnoseinstruments“ einschalten.
Das Versorgungs- und Diagnosekabel (Messmodul) (3) an den Port des Messmoduls (E) am DDS Instrument (1) anschließen.
Den Drucksensor (5) an den Stecker (A) bzw. (C) des Kabels (3) anschließen.
Am DDS Instrument (1) die Funktion „Messmodul“ durch Andrücken des Symbols „Messmodul“ aufrufen; das Symbol „Druckmessung“ (L) und anschließend das Symbol „Start“ (M) drücken.
Auf der Seite deutet ein Großbuchstabe auf den jeweils anzuwendenden Kabelanschluss (Messmodul) (3) hin: A, B oder C.
Für die Wertanzeige sind drei Displaymodi implementiert: ein numerischer und zwei grafische Modi, die jeweils durch Drücken des Symbols „Wertanzeige“ (N) ausgewählt werden können.
Der Messwert wird neben dem Buchstaben (A) bzw. (C) zur Identifizierung des entsprechenden Messkabels angegeben: bei Verwendung von Anschluss (A) des Kabels (3) erscheint der Messwert auf der Seite also neben dem Buchstaben (A).
Der maximale Druck muss 3 bar (Nennwert) entsprechen.
Nach der Messung die Teile des Diagnoseinstruments entfernen, dann den Kraftstoffschlauch (D) an den Tank anbringen und mit der Schelle (E) sichern.
Freigabe der Wegfahrsperre
 Hinweis
Die im Diagnoseverfahren verwendeten Symbole sind in einer Tabelle am Ende dieses Abschnitts zusammengefasst.
 
Sollte die Wegfahrsperre nicht funktionieren, kann der Motor anhand des nachstehend beschriebenen Notverfahrens trotzdem angelassen werden. Das in Abschn. P 7, Freigabe der Wegfahrsperre beschriebene Verfahren beinhaltet die Eingabe des Geheimcodes mit Hilfe des DDS Diagnoseinstruments.
 
Die Sitzbank abnehmen (Abschn. E 3, Ausbau der Sitzbank).
 
Das DDS Instrument (1) nach Angaben im Absatz „Versorgung des Diagnoseinstruments“ einschalten.
Das Versorgungs- und Diagnosekabel (2) an den Diagnoseanschluss (A) des DDS und den Diagnosestecker (B) des Motorrads anschließen.
Das Menü allgemeine Funktionen mit Symbol „Menütaste 1“ (A) aufrufen.
Das Symbol „Fahrzeugauswahl“ drücken und auf der nächsten Seite das Symbol „Motorradauswahl“. Hier nun das Modell wählen und bestätigen, daraufhin die Version wählen und abermals übernehmen.
Durch Drücken des Symbols „Auswahl Motorradsysteme“ erscheinen am Display des Handhelds die am jeweils ausgewählten Motorrad testbaren Systeme. Die Option „Motorelektronik“ wählen und mit dem Symbol „Ok“ (B) übernehmen. Danach die Funktion Eigendiagnose mit dem Symbol „Eigendiagnose“ aufrufen.
Das DDS Instrument startet nun eine Abfrage des Steuergeräts und zeigt die getesteten Elemente mitsamt Werten an.
 Hinweis
Die Anschlüsse müssen bei Zündschlüssel auf OFF hergestellt werden.
 
Durch Drücken des Symbols „Aktivierungen“ (C) die am Steuergerät angeschlossenen Aktoren und Komponenten einblenden.
Die Option „Freigabe der Wegfahrsperre“ auswählen und das Symbol „Einstellung ausführen“ (D) drücken.
Es erscheint die Seite, auf der die fünf Ziffern des Geheimcodes eingegeben werden können. Zur Eingabe der Ziffern die roten Pfeile (E) und (F) verwenden: Jede einzelne Ziffer muss mit dem Symbol „Ok“ (B) übernommen werden.
Nach Eingabe der letzten Ziffer den Code mit dem Symbol „Ok“ (B) übernehmen.
Nach Abschluss des Vorgangs erscheint die Meldung „Vorgang erfolgreich?“, die durch Drücken des Symbols „Ok“ quittiert wird.
Etwaige Probleme beim Durchführen des Vorgangs werden anhand entsprechender Meldungen mit Angabe der aufgetretenen Fehler angezeigt: Jede einzelne Meldung muss mit dem Symbol „Ok“ oder dem Symbol „Beenden“ (G) übernommen bzw. verworfen werden.
Das Diagnoseinstrument abnehmen.
Die Sitzbank montieren (Abschn. E 3, Einbau der Sitzbank).
Unterstützte Diagnose
 Hinweis
Die im Diagnoseverfahren verwendeten Symbole sind in einer Tabelle am Ende dieses Abschnitts zusammengefasst.
 
Das DDS Diagnoseinstrument führt den Techniker durch die einzelnen Schritte des Diagnoseverfahrens und unterstützt die Arbeit mit Beschreibungen und Dokumentationen der Motorradkomponenten, Schaltplänen der elektrischen und elektronischen Systeme sowie mit Infos zur Einbauposition der Teile.
 
Die Sitzbank abnehmen (Abschn. E 3, Ausbau der Sitzbank).
 
Das DDS Instrument (1) nach Angaben im Absatz „Versorgung des Diagnoseinstruments“ einschalten.
Das Versorgungs- und Diagnosekabel (2) an den Diagnoseanschluss (A) des DDS und den Diagnosestecker (B) des Motorrads anschließen.
Das Menü allgemeine Funktionen mit Symbol „Menütaste 1“ (A) aufrufen.
Das Symbol „Fahrzeugauswahl“ drücken und auf der nächsten Seite das Symbol „Motorradauswahl“. Hier nun das Modell wählen und bestätigen, daraufhin die Version wählen und abermals übernehmen.
Durch Drücken des Symbols „Auswahl Motorradsysteme“ erscheinen am Display des Handhelds die am jeweils ausgewählten Motorrad testbaren Systeme.
Die Option „Motorelektronik“ wählen und mit dem Symbol „Ok“ (B) übernehmen.
Die Funktion „Unterstützte Diagnose“ durch Drücken des Symbols „Unterstützte Diagnose“ (C) aufrufen.
Auf einer Reihe von Bildschirmseiten werden die Vorgänge für eine korrekte Diagnose veranschaulicht.
Das Vorliegen etwaiger Probleme im System kann durch Aufrufen der Funktion Eigendiagnose mit dem Symbol „Eigendiagnose“ festgestellt werden. Bei anliegenden Fehlern erscheint das Symbol (D). Zur Anzeige dieser Fehler das Symbol „Fehler“ (E) drücken. Im Anschluss an die Fehlerermittlung können diese mit Hilfe der unterstützten Diagnose behoben werden. An dieser Stelle also das Symbol „Unterstützte Diagnose“ (C) drücken.
Das DDS Instrument startet nun eine Abfrage des Steuergeräts und zeigt die getesteten Elemente mitsamt Werten an.
 
Stromkontrolle des Ladesystems
 Hinweis
Die im Diagnoseverfahren verwendeten Symbole sind in einer Tabelle am Ende dieses Abschnitts zusammengefasst.
 
Es kann geprüft werden, unter welchen Betriebsbedingungen des Motors die Lichtmaschine so viel Strom abgibt, der für das Laden der Batterie, die Versorgung des Zünd-/Einspritzsystems und aller am Motorrad vorhandenen elektrischen Verbraucher ausreicht. Die Amperemeterzange (18) ermittelt das vom Strom erzeugte Magnetfeld, welches durch das angeklemmte Kabel fließt.
Die Sitzbank abnehmen (Abschn. E 3, Ausbau der Sitzbank).
Das DDS Instrument (1) nach Angaben im Absatz „Motorradanschluss“ einschalten.
Das Versorgungs- und Diagnosekabel (Messmodul) (3) an den Port des Messmoduls (D) am DDS Instrument (1) anschließen.
Die Stromzange an den Stecker (E) des Versorgungs- und Diagnosekabels (Messmodul) (3) anschließen.
 Achtung
Die Stromzange nicht an Kabel mit bestehendem Stromdurchfluss anschließen.
 
Die Amperemeterzange mit zum positiven Batteriepol (+) gerichteten Bezugspfeil an das Pluskabel der Batterie anschließen.
Am DDS Instrument (1) die Funktion „Messmodul“ durch Andrücken des Symbols „Messmodul“ aufrufen; das Symbol „Amperemeter“ (F) und anschließend das Symbol „Start“ drücken.
Auf der Seite deutet ein Großbuchstabe auf den jeweils anzuwendenden Kabelanschluss (Messmodul) (3) hin: A, B oder C.
Steht am gemessenen Stromwert das Pluszeichen, bedeutet dies, dass alle Verbraucher von der Lichtmaschine versorgt werden und die Batterie geladen wird. Steht am Stromwert das Minuszeichen, ist das Ladesystem nicht in der Lage, die Verbraucher zu versorgen und ein erheblicher Teil des Stroms muss von der Batterie geliefert werden, die sich daher in der Entladungsphase befindet.
Die Sitzbank montieren (Abschn. E 3, Einbau der Sitzbank).
Löschen der Anzeige „Motorradinspektion“ am Cockpit
Am Multifunktionsdisplay des Cockpits befindet sich eine Anzeige mit dem Symbol eines Schraubenschlüssels, deren Aufleuchten auf die Notwendigkeit der im Instandhaltungsplan festgelegten Inspektion hinweist.
 
Im Anschluss an die Inspektion muss die Anzeige folgendermaßen gelöscht werden.
 Hinweis
Die im Diagnoseverfahren verwendeten Symbole sind in einer Tabelle am Ende dieses Abschnitts zusammengefasst.
 
Die Sitzbank abnehmen (Abschn. E 3, Ausbau der Sitzbank).
Das DDS Instrument nach Angaben im Absatz „Versorgung des Diagnoseinstruments“ einschalten.
Das Versorgungs- und Diagnosekabel (2) an den Diagnoseanschluss (A) und den Diagnosestecker (E) des Motorrads anschließen.
Das Menü allgemeine Funktionen mit Symbol „Menütaste 1“ (B) aufrufen.
Das Symbol „Fahrzeugauswahl“ drücken und auf der nächsten Seite das Symbol „Motorradauswahl“. Hier nun dasModell wählen und bestätigen, daraufhin die Version wählen und mit Symbol „Auswahl Motorradsysteme“ übernehmen.
Am Display des Handhelds erscheinen die am jeweils ausgewählten Motorrad testbaren Systeme.
Das Symbol „Motorelektronik“ drücken.
Die Auswahl mit dem Symbol „Ok“ (C) übernehmen.
Danach die Funktion Eigendiagnose mit dem Symbol „Eigendiagnose“ aufrufen.
Das DDS Instrument startet nun eine Abfrage des Steuergeräts und zeigt die getesteten Elemente mitsamt Werten an.
Zum Einblenden der Spezialparameter das Symbol „Einstellungen“ drücken. Die Option „Löschen Anzeige Motorradinspektion“ wählen und das Symbol „Einstellungen ausführen“ drücken.
Nach Abschluss des Vorgangs erscheint die Meldung „Vorgang erfolgreich?“, die durch Drücken des Symbols „Ok“ (C) quittiert wird.
Etwaige Probleme beim Durchführen des Vorgangs werden anhand entsprechender Meldungen mit Angabe der aufgetretenen Fehler angezeigt: Jede einzelne Meldung muss mit dem Symbol „Ok“ (C) oder dem Symbol „Beenden“ (D) übernommen bzw. verworfen werden.
 Hinweis
Nach dem Löschen der „Inspektionskontrollleuchte“ mit dem DDS Diagnoseinstrument den Schlüsselschalter auf OFF drehen und mindestens 30 Sekunden vor abermaligem Zurückdrehen auf ON abwarten.
 
Die Sitzbank montieren (Abschn. E 3, Einbau der Sitzbank).
Symboltabelle